Sanierungsabschluß bis 2026

Rahmenbedingungen zum Gymnasium geklärt
Am 24. September 2019 brachte die Stadtverwaltung die Planung zur Sanierung des Gymnasiums im Gemeinderat ein, mit Kosten von 58 Mio. €. Ein Schock für alle. Bei dieser Summe war für die CDU-Gemeinderatsfraktion das Gebot der Stunde, alle, aber auch alle erdenklichen Optionen - angefangen vom infrage stellen der Größe des Gymnasiums, der Zügigkeit des Gymnasiums, über Kostenreduzierungen und höhere Zuschüsse, bis zur Alternative eines Neubaus - zu prüfen, um Kosten zu minimieren und einen gangbaren Weg zu finden. Der Gemeinderat hat sich in vielen quälenden Stunden mit der Thematik auseinandergesetzt, um einen Weg zu finden. Für uns stand immer eine Komplettlösung im Fokus.

Wo stehen wir?
- Die 6-Zügigkeit ist langfristig vom Kultusministerium festgeschrieben, das Raumprogramm ist danach ausgerichtet
- Ein kompletter Neubau wäre noch ungünstiger
- Die Gesamt-Sanierungskosten stehen nun bei ca. 48 Mio. € inklusive Sporthallensanierung und Neubau sowie Risikopuffer und möglicher Kostensteigerungen
- Bei den rund 10 Mio. Einsparung gegenüber der Ursprungsplanung wurde nun ein Sanierungsoptimum erreicht, ohne dass z.B. am Raumprogramm oder ernergetischen Maßnahmen gekürzt wurde
- 12, 3 Mio. Landeszuschüsse sind zu erwarten, für den Neubau kann eventuell noch mit weiteren Zuschüssen gerechnet werden.
- Bei Durchführung aller 5 Bauabschnitte muss die Stadt ca. 22 Mio. € an Schulden aufnehmen
- finanzielle Auswirkungen der Gesamtmaßnahme über den Abschreibungszeitraum (30 bzw. 40 Jahre) wurden uns nun dargestellt: Belastung durch Zins und Abschreibung ca. 1,5 Mio. € jährlich für den städtischen Haushalt
Generalsanierung aller Bauabschnitte die effektiveste Lösung
Oberstes Ziel der CDU-Gemeinderatsfraktion ist eine qualitätvolle und zügige Sanierung des Gymnasiums zu gewährleisten als auch die finanziellen Auswirkungen der Gesamtmaßnahme über den Abschreibungszeitraum hinweg einzuschätzen zu können. Diese Transparenz über die langfristigen finanziellen Auswirkungen ist für die CDU-Fraktion für einen Sanierungsbeschluss zwingend. Diese Transparenz haben wir nun.
Der Doppelhaushalt wurde danach ausgerichtet: Erstmals merkliche Einsparungen im laufenden Haushalt, Reduzierung der Gewerbesteuerumlage (1 Mio. €) ein Glücksfall und weitere Maßnahmen. Nur so ist für uns ein Sanierungsbeschluss machbar, wohl wissend, dass es die städtische Handlungsfähigkeit einschränkt. Weitere Zuschüsse beim Neubau müssen weiter politisch vorangetrieben werden und um die Unterstützung der Nachbarkommunen müssen wir weiter werben.

Sanierungsabschluß bis 2026
Wir haben alle Fachleute an Bord. Die Rahmenbedingungen sind klar. Nun heißt es umsetzen, umsetzen, umsetzen und zwar komplett und zügig. Alles andere wird noch teuerer. Die Zeit der Verunsicherung zum Gymnasium muss nun vorbei sein. Alle Beteiligten (Bevölkerung, Lehrer, Eltern, Schüler, Kommunen) müssen nun Klarheit bekommen, dass es zum 6-zügigen Gymnasium Plochingen ein klares Bekenntnis und eine Umsetzungsplan mit verbindlichem Zeitplan gibt. Neben einem klaren Beschluss des Gemeinderats heute, könnten wir uns als Aufbruchsignal zum Sanierungsstart im Sommer ein großes Schulfest für die Öffentlichkeit vorstellen – auch unter Einladung der Nachbarorte – ausgerichtet von der Schule.
Reiner Nußbaum (im Gemeinderat am 14. Januar 2020)

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